Rücktritt des KV-Vorsitzenden der Piratenpartei Freising

Valentin Seipt ist gestern in einer Sondersitzung des Vorstands des Kreisverbands Freising von seinem Amt zurückgetreten. Damit reagierte er auf die Veröffentlichung seiner früheren Mitgliedschaft bei der NPD. „Ich möchte mit diesem Schritt Schaden von der Piratenpartei abwenden, deren Ziele und Werte mir wirklich am Herzen liegen.“, so Seipt in seiner Stellungnahme.

Weiter erklärte er: „Meine Mitgliedschaft bei der NPD war ein Fehltritt und das dort gelebte Gedankengut entsprach niemals meinen politischen Überzeugungen. Meine Distanz zur NPD kann man daran erkennen, dass mich der ehemalige NPD KV-Vorsitzende angreift, indem er meine Vergangenheit bloßstellt.“

Für Rückfragen zum Vorgang steht der Landesvorsitzende der Piraten in Bayern zur Verfügung.


Kommentare

6 Kommentare zu Rücktritt des KV-Vorsitzenden der Piratenpartei Freising

    • Omagra schrieb am

      Er war nur stellvertretender Vorsitzender. Und außerdem suchte er damals eine Protestpartei. In Ämter kann man schnell reinrutschen, das sieht man bei uns ja auch schön.
      Immerhin will er wieder kandidieren, das finde ich noch den besten Kompromiss. Sonst würde der Shitstorm doch so schnell nicht wieder verebben – für nichts und wieder nichts.

  1. Bernd schrieb am

    Meiner Meinung nach ist der Rücktritt ein falscher Schritt.

    So etwas muss man durch stehen, wenn die lokalen Piraten hinter der Person stehen.

    Ein Austritt aus der NPD ist Beweis genug, dass man nichts mit dieser zu tun haben will. Radikalisierung von ehemaligen Mitgliedern, die der Meinung sind einen Fehler gemacht zu haben ist nicht zu vertreten. Im schlimmsten Fall drängt solch ein Verhalten diese Personen zurück in die NPD, da diese von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

  2. Henry schrieb am

    Du meinst wohl auch, dass Patres, die mal kleine Jungs „verführt“ haben sollen wieder in der Jugendseelsorge täig sein dürfen oder wer mal in der Stasi tätig war eignet sich für den Bundestag ?
    Als Zahnarzt stört mich ein ehemaliger Nazi nicht. Als politischer Mandatsträger schon.

  3. Andi schrieb am

    So gibt man der fortschrittsfeindlichen Presse eine Steilvorlage einen in eine Ecke zu stellen und die gesamten Piraten abzustempeln als Neonazis

  4. Nik schrieb am

    Das hört sich einfach nach einem ganz normalen jungen Mann an, der auf der Suche nach etwas Halt und Ordnung auf eine Gruppe Menschen gestossen ist und dort einfach mitgeschwommen war. Ich bin kein Pirat und auch sonst nicht Parteiengebunden, aber kenne solche „Sekten“ wie die NPD. Die sind mit allen psychologischen Wassern gewaschen und das einzige um was es geht ist „Macht“, Themen werden einfach nur so gedeutet und bewirtschaftet, wie es dem Machterhalt dient. Mitglieder und Sympathisanten werden so bearbeitet und gestreichelt, dass sie einem ihre Macht übertragen und schön tun, was man von ihnen will. Und dann ist da so eine Sitzung in der noch einer gesucht wird für ein gewisses Ämtchen und wer es am wenigsten ablehnt ist gewählt… Das ist in jedem Kaninchenzüchterverein auch nicht anders. Um politische Überzeugungen geht es dabei nicht.

    Für mich stellt sich einfach die Frage, ob Herr Seipt diesen Mechanismus der Macht nun wirklich verstanden hat und er nicht mehr Fähnchen im Wind ist, sondern gestanden genug, um ein politisches Amt in seiner vollen Verantwortung auszufüllen. Sein Rücktritt lässt für mich eher vermuten, dass er es noch (!) nicht ist. Transparenz ist zwar kein politisches Thema, aber schon mal ein guter Anfang, um irgendwann politische Themen verantwortungsbewusst anzugehen. Dazu wünsche ich ihm und der Piratenpartei von Herzen gutes Gelingen!

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